Rückblick

Veröffentlicht von Anne & Klaus am 10.03.2010
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Heute vor einem Monat fing es wieder unaufhörlich an zu schneien und wir wurden nun ernsthaft unruhig. Was, wenn der Schneepflug nicht bis hoch zum Schloss fuhr und wir am Sonntag spät am Abend mit dem Cembalo auf halber Strecke steckenblieben? Und wenn die Kälte nicht nachließ und wir nur die Hälfte der Stücke schaffen? Und was, wenn unsere nette Bassgruppe dann doch unseren Einfall, im Winter in einem unbeheizbaren Schloss aufnehmen zu wollen, dann nicht mehr tolerieren würde?
Jedenfalls musste eine Lösung her! Und wir hatten Glück. In der Woche waren wir jeden Tag im Kloster Michaelstein zum Üben gewesen und nach Anfrage war es tatsächlich möglich, das Refektorium für die Aufnahme zu nutzen. Das war vor einem Monat... Gerettet! Über das Konzert im Kloster schrieb ich schon, die Kritik ist unter Links zu finden.
Leipzig war auch sehr schön, voller Saal, wir hatten mal wieder nicht genügend Stühle und suchten alle verfügbaren aus den Ecken. Dorothea hatte schöne Gedichte ausgewählt und trotz Hitze wurde es ein schöner Nachmittag. Nicht ganz so sauber, wie es hätte sein können. Klaus hatte Schwierigkeiten mit dem höchsten Wirbel, er fühlte sich an, als würde er durchdrehen. Das hatte ich bei der Geige schon mal. Danach fuhren wir mit Michael Silberhorn, unserem Tonmeister nach Blankenburg. Ich hatte schon Angst, dass er das Konzert zu schlecht finden würde, aber nichts dergleichen! Im Kloster packten wir seine Sachen aus, er legte schon die Kabel, probierte Mikros usw. Ich reparierte den Wirbel, bereitete die "Fressecke" und anderes vor und lief auch ein paarmal einfach so durchs stille Kloster. Es ist so schön dort, vor allem, wenn abends keiner weiter da ist...

 

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